Kaufnebenkosten in Sachsen: 7 % bis 10,57 %
In Sachsen kommen zum Kaufpreis rund 7 % Nebenkosten ohne Makler und rund 10,57 % mit Makler: 5,5 % Grunderwerbsteuer, etwa 1 % Notar, 0,5 % Grundbuch und meist 3,57 % Maklerprovision. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das 28.000 € ohne und 42.280 € mit Makler.
Von Thomas Simmet, Immobiliardarlehensvermittler nach § 34i GewO · Stand:
Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten.
Kaufnebenkosten gesamt
47.565 €
Das sind 10,6 % zusätzlich zum Kaufpreis.
- Grunderwerbsteuer
- 24.750 €
- Notar
- 4.500 €
- Grundbuch
- 2.250 €
- Makler
- 16.065 €
Notar- und Grundbuchkosten sind Richtwerte (ca. 1 % und 0,5 %), genau rechnet der Finanzierungsrechner nach Gebührentabelle.Die Nebenkosten zahlen Sie aus Eigenkapital, kaum eine Bank finanziert sie mit.
Wohin Ihr Geld fließt
Vier Empfänger teilen sich die Nebenkosten. Je breiter der Strom, desto mehr Geld. Ändern Sie oben Kaufpreis oder Bundesland, und die Ströme passen sich an. Tippen Sie auf einen Posten, um zu sehen, wann er fällig wird und wo sich sparen lässt.

Wann fällig: Per Bescheid, etwa sechs bis acht Wochen nach dem Notartermin. Erst nach der Zahlung trägt das Grundbuchamt Sie als Eigentümer ein.
So sparen Sie: Bewegliches Inventar wie Einbauküche oder Markise im Vertrag mit eigenem Preis ausweisen: Darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an.
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Was kostet der Kauf in Sachsen?
Drei Beispiele mit 5,5 % Grunderwerbsteuer, 1 % Notar, 0,5 % Grundbuch und 3,57 % Maklerprovision. Notar und Grundbuch sind Richtwerte am oberen Ende: Die Gebühren richten sich nach Kaufpreis und Grundschuld.
| Kaufpreis | 250.000 € | 400.000 € | 600.000 € |
|---|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer (5,5 %) | 13.750 € | 22.000 € | 33.000 € |
| Notar (rund 1 %) | 2.500 € | 4.000 € | 6.000 € |
| Grundbuch (rund 0,5 %) | 1.250 € | 2.000 € | 3.000 € |
| Summe ohne Makler | 17.500 € | 28.000 € | 42.000 € |
| Makler (3,57 %) | 8.925 € | 14.280 € | 21.420 € |
| Summe mit Makler | 26.425 € | 42.280 € | 63.420 € |
Eigene Rechnung von Immobilienwerk, Stand 5. November 2026. Den genauen Betrag für Notar und Grundbuch nach Gebührentabelle zeigt der Finanzierungsrechner.
Grunderwerbsteuer in Sachsen: 5,5 %
Sachsen erhebt 5,5 % Grunderwerbsteuer auf Kaufverträge ab dem 01.01.2023. 6 Länder verlangen weniger, 7 mehr, 2 weitere liegen gleichauf.
Bei 400.000 € Kaufpreis zahlen Sie hier 8.000 € mehr als in Bayern und 4.000 € weniger als in den Ländern mit 6,5 Prozent. Maßgeblich ist das Land, in dem die Immobilie liegt, nicht Ihr Wohnort.
So senken Sie die Nebenkosten
- Einbauküche, Markise oder Möbel im Kaufvertrag mit einem realistischen Preis gesondert ausweisen: Auf bewegliche Gegenstände fällt keine Grunderwerbsteuer an. Das Finanzamt prüft, ob der Preis angemessen ist.
- Maklerprovision prüfen: Hat auch der Verkäufer den Makler beauftragt, zahlen Sie beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses höchstens die Hälfte (§ 656c BGB).
- Grundschuld nicht höher als nötig eintragen lassen: Notar und Grundbuchamt berechnen ihre Gebühren auch nach ihrer Höhe.
Förderung in Sachsen
Landesprogramme für Kauf und Bau aus unserem Förderkompass. Die meisten müssen vor dem Kaufvertrag beantragt werden.
SAB
Familienwohnen
Bis 80.000 € für 25 Jahre fest, je mehr Kinder, desto günstiger: bis 0,10 %.
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Widerrufsrecht: Sie können diesen Vertrag binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Die vollständige Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular stehen hier, und widerrufen können Sie dort mit zwei Klicks: Widerrufsbelehrung und Muster-Formular.
Fragen zu den Kaufnebenkosten in Sachsen
Kurz beantwortet, mit den Zahlen für dieses Land.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen?
5,5 % des Kaufpreises, gültig seit dem 01.01.2023. 6 Länder verlangen weniger, 7 mehr, 2 weitere liegen gleichauf. Fällig wird sie mit dem Bescheid des Finanzamts, meist wenige Wochen nach dem Notartermin.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Sachsen?
In Sachsen kommen zum Kaufpreis rund 7 % Nebenkosten ohne Makler und rund 10,57 % mit Makler: 5,5 % Grunderwerbsteuer, etwa 1 % Notar, 0,5 % Grundbuch und meist 3,57 % Maklerprovision. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das 28.000 € ohne und 42.280 € mit Makler.
Gibt es in Sachsen eine Förderung für den Immobilienkauf?
Ja, das Land fördert unter anderem mit „Familienwohnen“ (SAB). Ob ein Programm zu Ihrem Haushalt passt, hängt meist von Einkommen und Kindern ab; der Förderkompass prüft das.
Kann ich die Kaufnebenkosten mitfinanzieren?
In der Regel nein. Banken erwarten, dass die Nebenkosten aus Eigenkapital bezahlt werden, weil ihnen dafür kein Gegenwert im Grundbuch gegenübersteht. Eine Finanzierung über 100 Prozent des Kaufpreises gibt es nur in Ausnahmefällen und zu deutlich höheren Zinsen.
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